Virtuelle Assistenz – ein Zukunftsmodell für den deutschsprachigen Raum
4. Februar 2009, Johannes)Weltweit arbeiten über 55.000 Virtuelle Assistenten. Lediglich ein Bruchteil dieser Zahl ist deutschsprachig. Dabei birgt diese Form der Virtuellen Zusammenarbeit, wie Sie auch in der 4-Stunden-Woche besprochen wird enormes Potential.
Als Tim Ferriss im Jahr 2007 das Buch in Amerika veröffentlichte, konnten sich die Dienstleister, der in der 4-Stunden-Woche erwähnten Unternehmen, kaum vor Anfragen für Virtuelle persönliche Assistenten retten. Bei Getfriday musste man beispielsweise bis zu 4 Wochen warten, um einen Assistenten zugeteilt zu bekommen.
In Deutschland hingegen hält sich bis heute die Nachfrage nach Virtuellen Assistenten in Grenzen. Bei genauen Recherchen, findet man die eine oder andere Diskussion zum Thema. Zugriff auf weltweit spezialisiertes Personal, keine zusätzlichen Mietkosten, Entlohnung für nur tatsächlich geleistete Arbeit: Gründe gibt es letztendlich genügend mit einem Virtuellen Assistenten zusammenzuarbeiten.
Dennoch scheint der Bedarf nach Virtuellen Assistenten nur sehr gering zu sein. Was ist also der Grund dafür?
Der Hauptgrund ist sicherlich das im Vergleich zu den Staaten hohe Preisniveau für deutschsprachiger VA’s. Viele Leute vergessen jedoch, dass der Unterschied zwischen einem cleveren deutschen Studenten, der sich als Virtueller Assistent ein Zubrot verdient und einem indischen Virtuellen Assistenten gar nicht so groß ist. Zusätzlich fallen sowohl die Sprachbarriere, als auch Differenzen aufgrund kultureller Unterschiede weg.
Desweiteren übersehen viele Leute, dass es die Form der Virtuellen Assistenz in Amerika schon seit 1999, also lange vor der Veröffentlichung der 4-Stunden-Woche, gab. Damals wurden die Tätigkeiten der Virtuellen Assistenten auch nicht in Niedriglohnländer vergeben, sondern eher regional. Lediglich die Idee einen Virtuellen Assistenten auch für ganz persönliche Dinge einzusetzen ist neu.
Ein weiterer Grund in der geringen Nachfrage nach Assistenten könnte jedoch auch in der Mentalität der Deutschen liegen. Zu gerne möchten wir selbst „Herr der Dinge” sein. Dabei fällt es uns schwer auch simple Arbeiten an andere Dienstleister abzugeben. Oft zögern wir davor neue Dinge auszuprobieren.
Möchten wir uns jedoch nur ein teilweise der von Tim Ferriss proklamierten 4-Stunden-Woche nähern, so sollten wir lernen zu delegieren, um uns auf die wichtigen Dinge konzentrien zu können. Tipps für die erfolgreiche Delegation finden sich in seinem Buch ja genügend.
Worin liegt also der Grund, dass Virtuelle Assistenz in Deutschland noch nicht so populär ist? Hinken wir den Amerikanern lediglich hinterher, oder passt dieses Arbeitskonzept einfach nicht zu unserer Kultur? Oder ist es doch nur eine Frage des Preises? Wie stehen Sie dazu – diskutieren Sie mit!
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Dies ist ein Gastbeitrag von Johannes Völkner. Mit seiner Seite www.fernarbeit.net gibt er Arbeitgebern die Möglichkeit kostenlos Jobangebote für Virtuelle Assistenten zu veröffentlichen. Desweiteren stellt er viele Tipps und Informationen rund um Virtuelle Assistenz auf der Seite bereit.
Tags: Fernarbeit, VA, Virtuelle Assistenten, Virtuelle Zusammenarbeit
Am 28. Februar 2009 um 22:54 Uhr
sehr guter Beitrag mit interessanten Gedanken!
Ich denke, dass VPAs bisher in deutscher Sprache zu teuer und unkomfortabel waren. Es gab doch kaum die Möglichkeit, einen Assistenten zu finden, der flexibel arbeitet (d.h. wann immer ich ihn spontan anrufen möchte) und nicht mehr als 10 Euro pro Stunde kostet.
Ich bin fest davon überzeugt, dass VPAs in Deutschland eine Zukunft haben werden. Die Möglichkeiten sind unglaublich. Die Menschen wissen nur einfach noch nicht, wie viel Lebensqualität sie dazugewinnen können.
Ich glaube, es hat auch nichts mit der Mentalität der Deutschen zu tun. Es ist einfach ein langsamer Eingewöhnungsprozess. Mittlerweile schwappen Trends aus den USA zwar schneller über als vor zehn Jahren, aber es dauert halt immer noch seine Zeit, bis sich neue Denkweisen etabliert haben.
Tim Ferriss’ Buch ist bei Amazon übrigens immer noch in drei Kategorien auf Top-10 Plätzen. Das zeigt recht deutlich, dass die Leute durchaus ein starkes Bedürfnis haben, mehr Zeit zu haben, um ihre wirklichen Ziele zu erfolgen.
Am 25. August 2009 um 12:53 Uhr
Hallo,
habe mehrsprachigen Virtuelle Assistent/ Virtual Assistant (Deutsch, Englisch) in Indien gefunden für €3-4 pro Stunde – allerdings muss man Vollzeit buchen. Suche Partner zum Teilen der Arbeitskraft!
Bitte kurzfristig Kontakt aufnehmen unter
virtual-assi(at)arcor.de
Viele Grüße
Jonas Jefaire
Am 1. September 2009 um 23:56 Uhr
Ich finde es auch eine tolle Idee und habe mich damit auch auseinander gesetzt.
Was ich jedoch nicht verstehe, jeder Unternehmer sucht immer noch billiger Arbeitskräfte, was wiederum bedeutet die Leute können sich weniger leisten wenn sie weniger verdienen. Was wiederum heisst die Kaufkraft sinkt und die Unternehmer nehmen weniger ein.
Was spricht also dagegen eine deutsche, schweizer, oder österreichsiche VA zu beschäftigen. für 10 bis 15 € erhält man gute Arbeit. Der Vorteil den ich mittlerweile festegestellt habe, das man mit den Indischen Firmen mehr Probleme als Gewinn hat. Oft muss nachgearbeitet werden, was Zeitverlust bedeutet ergo auch den Verlust von Geld. Da leistet man sich doch besser eine deutschsprachige und zahlt ein paar Euros mehr.
Wer mehr über VA´s in Europa explizit Deutschland, Österreich Schweiz erfahren will oder direkt eine VA sucht kann sich gerne bei mir melden.